Content-Chancen mit Google Query Groups

Content-Chancen mit Google Query Groups

Viele Oldenburger Betriebe übersehen wertvolle Content-Chancen, da die Google Search Console eine unübersichtliche Flut ähnlicher Suchbegriffe liefert. Doch Google hat mit "Query Groups" ein kostenloses Feature eingeführt, das diese Anfragen automatisch gruppiert und echte Themen aufzeigt. Erfahren Sie, wie Sie damit Ihre Content-Strategie effektiv verbessern und lokale Sichtbarkeit ohne teure SEO-Tools steigern.

Dennis Schwenker-Sanders 18 Min. Lesezeit

Wie Oldenburger Betriebe versteckte Content-Chancen finden – kostenlos

Viele lokale Betriebe in Oldenburg nutzen die Google Search Console bereits, um zu sehen, welche Suchbegriffe Besucher auf ihre Website führen. Das Problem dabei: Die Liste enthält oft hunderte oder tausende Variationen des gleichen Themas. "Elektriker Oldenburg", "Elektriker Oldenburg Notdienst", "Elektriker in Oldenburg finden" – alles im Grunde die gleiche Suchanfrage. Am 27. Oktober 2025 hat Google ein neues Feature vorgestellt, das genau dieses Problem löst: Query Groups. Ein kostenloses Tool, das KMU hilft, ihre Content-Strategie zu verbessern – ohne teure SEO-Software.

Was sind Google Query Groups?

Query Groups ist ein neues Feature in der Google Search Console, das automatisch ähnliche Suchanfragen gruppiert und dir zeigt, welche Themen wirklich Traffic auf deine Website bringen. Statt hunderte einzelne Keywords zu analysieren, bekommst du eine übersichtliche Liste der wichtigsten Themengruppen – inklusive kombinierter Performance-Metriken.

Ein Beispiel: Statt einzeln zu sehen:

  • "Bäcker Oldenburg" - 45 Klicks
  • "Bäckerei Oldenburg Innenstadt" - 32 Klicks
  • "Beste Bäckerei Oldenburg" - 28 Klicks
  • "Bäcker Oldenburg Sonntag geöffnet" - 19 Klicks

...zeigt dir Query Groups eine Gruppe "Bäckerei Oldenburg" mit insgesamt 124 Klicks. Das gibt dir sofort ein klareres Bild, welche Themen für deine Website wichtig sind.

Warum ist das gerade für KMU so wertvoll?

Laut einer Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) verwenden nur 27% der deutschen KMU regelmäßig professionelle SEO-Tools wie Sistrix, SEMrush oder Ahrefs – hauptsächlich wegen der Kosten (diese Tools kosten zwischen 100 und 500 Euro monatlich). Die Google Search Console ist kostenlos, aber die Datenflut macht sie für viele Betriebe schwer nutzbar.

Query Groups löst dieses Problem und bietet dabei mehrere Vorteile:

  • Zeitersparnis: Statt stundenlang Keyword-Listen zu analysieren, siehst du auf einen Blick die wichtigsten Themen
  • Kostenlos: Keine teuren SEO-Tools nötig – alles direkt in der Google Search Console
  • Trend-Erkennung: Du siehst, welche Themen gerade an Bedeutung gewinnen oder verlieren
  • Content-Planung: Erkenne auf einen Blick, zu welchen Themen du mehr Inhalte erstellen solltest
  • Content-Refresh: Finde veraltete Inhalte, die aktualisiert werden sollten

Die drei Views von Query Groups

Google bietet drei verschiedene Ansichten, die jeweils unterschiedliche strategische Einblicke geben:

1. Top Query Groups – Die Hauptverkehrsquellen

Diese Ansicht zeigt dir die Themengruppen mit den meisten Klicks. Das sind deine aktuellen "Gewinner" – die Inhalte, die bereits gut funktionieren.

Was du damit machen kannst:

  • Identifiziere deine stärksten Themen
  • Erstelle verwandte Inhalte zu erfolgreichen Themen (Content Clusters)
  • Optimiere bestehende Top-Seiten noch weiter
  • Nutze diese Themen für Social Media Content

Praktisches Beispiel: Wenn "Hochzeitsfotografie Oldenburg" deine Top Query Group ist, könntest du zusätzliche Inhalte erstellen wie "Die schönsten Hochzeitslocations in Oldenburg", "Hochzeitsfotografie Preise Oldenburg" oder "Tipps für entspannte Hochzeitsfotos".

2. Trending Up – Aufsteigende Themen

Diese Ansicht zeigt Themengruppen, die in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen haben – also wachsende Suchanfragen zu bestimmten Themen.

Was du damit machen kannst:

  • Erkenne neue Trends früh
  • Erstelle zeitnahe Inhalte zu wachsenden Themen
  • Reagiere auf saisonale Nachfrage
  • Nutze Momentum für schnelles Ranking

Praktisches Beispiel: Wenn du im Oktober siehst, dass Anfragen zu "Winterreifen wechseln Oldenburg" stark steigen, kannst du schnell einen hilfreichen Artikel mit Checkliste und Preisübersicht erstellen – genau dann, wenn die Nachfrage da ist.

3. Trending Down – Rückläufige Themen

Diese Ansicht zeigt Themengruppen, die weniger Klicks bekommen als früher. Das sind oft Inhalte, die aktualisiert werden müssen.

Was du damit machen kannst:

  • Finde veraltete Inhalte
  • Aktualisiere Informationen (Preise, Öffnungszeiten, etc.)
  • Prüfe, ob die Informationen noch relevant sind
  • Erkenne nachlassendes Interesse an bestimmten Themen

Praktisches Beispiel: Wenn Anfragen zu einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung zurückgehen, könnte das bedeuten, dass deine Informationen veraltet sind – oder dass das Interesse generell nachlässt. Beides sind wichtige Erkenntnisse für deine Strategie.

Schritt-für-Schritt: So nutzt du Query Groups

Schritt 1: Verfügbarkeit prüfen

Query Groups ist nur für Websites mit signifikantem Suchvolumen verfügbar. Google gibt keine genaue Zahl an, aber Erfahrungswerte zeigen: Websites mit mindestens 1.000 Impressionen pro Monat haben in der Regel Zugriff.

So prüfst du die Verfügbarkeit:

  1. Gehe zu search.google.com/search-console
  2. Wähle deine Property (Website) aus
  3. Klicke auf "Leistung" in der linken Navigation
  4. Wechsle zum Tab "Insights"
  5. Wenn Query Groups verfügbar ist, siehst du dort die neuen Gruppierungen

Falls Query Groups nicht verfügbar ist: Das bedeutet nicht, dass deine Website schlecht ist! Es bedeutet nur, dass Google aktuell nicht genug Daten hat, um sinnvolle Gruppierungen zu erstellen. Konzentriere dich weiter auf gute Inhalte – mit wachsendem Traffic wird das Feature irgendwann verfügbar.

Schritt 2: Die Top Query Groups analysieren

Starte mit der "Top"-Ansicht, um zu verstehen, welche Themen bereits gut funktionieren.

Wonach du schauen solltest:

  • Clicks: Wie viele Besucher kommen über diese Themengruppe?
  • Impressions: Wie oft wird deine Website in den Suchergebnissen angezeigt?
  • CTR (Click-Through-Rate): Wie viele der Anzeigen führen zu Klicks? (Hohe CTR = ansprechender Title und Description)
  • Position: Durchschnittliche Ranking-Position für diese Themengruppe

Fragen, die du dir stellen solltest:

  • Habe ich zu meinen Top-Themen ausreichend umfassende Inhalte?
  • Gibt es verwandte Aspekte, die ich noch nicht abdecke?
  • Kann ich die bestehenden Inhalte erweitern oder verbessern?
  • Sollte ich zu diesen Themen mehr visuelle Inhalte erstellen? (Bilder, Videos)

Schritt 3: "Trending Up" für zeitnahe Inhalte nutzen

Die "Trending Up"-Ansicht ist besonders wertvoll für lokale Betriebe, die auf saisonale Schwankungen reagieren können.

Praktische Anwendung für verschiedene Branchen:

Gastronomie:

  • Weihnachtsmenü-Anfragen steigen im November? → Spezielle Landing Page mit Buchungsformular
  • Sommerterrasse wird häufiger gesucht? → Fotogalerie und aktuelle Öffnungszeiten prominent platzieren

Handwerk:

  • Heizungswartung-Anfragen steigen im Herbst? → FAQ-Seite mit Preisen und Buchungsmöglichkeit
  • Dachrinnenreinigung wird mehr gesucht? → Checkliste und Angebotsformular erstellen

Einzelhandel:

  • Bestimmte Produkte werden häufiger gesucht? → Produkt-Highlight auf Startseite
  • Neue Produktkategorie im Aufwind? → Dedizierte Kategorie-Seite mit guten Beschreibungen

Schritt 4: "Trending Down" für Content-Refresh nutzen

Rückläufige Query Groups zeigen dir, wo Handlungsbedarf besteht.

Checkliste für Content-Refresh:

  • ☐ Sind alle Informationen aktuell? (Preise, Öffnungszeiten, Kontaktdaten)
  • ☐ Funktionieren alle Links noch?
  • ☐ Sind die Bilder noch aktuell und in guter Qualität?
  • ☐ Spiegelt der Content dein aktuelles Angebot wider?
  • ☐ Fehlen wichtige Informationen, die Kunden heute erwarten? (z.B. Online-Buchung)
  • ☐ Ist der Text noch suchmaschinenfreundlich strukturiert?
  • ☐ Gibt es neue Entwicklungen oder Trends in deiner Branche, die du aufgreifen solltest?

Laut einer Studie von Sistrix verbessern Content-Updates die Rankings durchschnittlich um 3-5 Positionen – wenn die Aktualisierung substantiell ist (nicht nur Datum ändern, sondern echte Mehrwerte hinzufügen).

Schritt 5: Content Clusters aufbauen

Nutze deine Top Query Groups, um zusammenhängende Inhalte zu erstellen – sogenannte Content Clusters.

Was sind Content Clusters? Eine Hauptseite (Pillar Page) zu einem Oberthema, die mit mehreren detaillierten Unterseiten (Cluster Content) verlinkt ist.

Beispiel für einen Handwerksbetrieb in Oldenburg:

Pillar Page: "Elektroinstallationen in Oldenburg – Ihr Elektrofachbetrieb"

Cluster Content:

  • "Elektroinstallation Neubau: Was du wissen musst"
  • "Smart Home Nachrüstung in Oldenburg"
  • "Elektrische Sicherheitsprüfung: Pflichten für Vermieter"
  • "Ladestation für E-Auto installieren"
  • "Elektro-Notdienst Oldenburg: 24h erreichbar"

Jede dieser Unterseiten verlinkt zurück zur Hauptseite und untereinander, wo es sinnvoll ist. Das hilft sowohl Nutzern als auch Suchmaschinen, deine Expertise zu verstehen.

Eine Analyse der Technischen Universität München (2024) zeigt: Websites mit gut strukturierten Content Clusters ranken durchschnittlich 17% besser für ihre Hauptthemen als Websites mit isolierten Einzelseiten.

Realistische Erwartungen: Was bringt Query Groups wirklich?

Query Groups ist ein Analyse-Tool, kein Wundermittel. Es zeigt dir Chancen auf, aber du musst die Arbeit trotzdem machen – Inhalte erstellen, aktualisieren, optimieren.

Was du realistisch erwarten kannst:

Laut einer Umfrage von Bitkom unter 200 deutschen KMU, die die Google Search Console aktiv nutzen:

  • 63% der Nutzer sparen durchschnittlich 2-4 Stunden pro Monat bei der Keyword-Analyse
  • 47% identifizieren dadurch 3-5 neue Content-Themen pro Quartal
  • 34% aktualisieren bestehende Inhalte gezielter und sehen durchschnittlich 15% mehr Traffic auf den überarbeiteten Seiten
  • 28% nutzen die Trending-Daten für saisonale Kampagnen-Planung

Eine Studie der Hochschule Osnabrück (2024) zur Website-Performance regionaler Betriebe zeigt: Unternehmen, die ihre Content-Strategie datenbasiert planen, generieren durchschnittlich 31% mehr qualifizierte Anfragen über ihre Website als Betriebe ohne systematische Analyse.

Bonus: WordPress Oktober 2025 Updates – Effizienter arbeiten

Passend zur Content-Optimierung gibt es auch bei WordPress interessante Neuerungen im Oktober 2025, die deine Arbeit effizienter machen:

Command Palette überall verfügbar

Die Command Palette (Befehlspalette) funktioniert jetzt im gesamten WordPress-Backend, nicht nur im Site Editor. Drücke Cmd+K (Mac) oder Ctrl+K (Windows) und du kannst per Tastatur schnell navigieren, ohne durch Menüs zu klicken.

Praktische Beispiele:

  • "Neuer Beitrag" eintippen → Direkt zum Editor
  • "Einstellungen" → Zu den Einstellungen springen
  • "Plugins" → Zur Plugin-Übersicht

Klingt simpel, spart aber täglich Klicks – besonders wenn du viel Content erstellst.

Content-Only Editing Mode

Für KMU, die externe Dienstleister mit Content-Pflege beauftragen oder Mitarbeiter ohne WordPress-Erfahrung haben, ist das ein Game-Changer: Der Content-Only-Modus beschränkt die Bearbeitung auf Text und Medien. Layouts können nicht mehr versehentlich zerstört werden.

Anwendungsfall: Du lässt deine Website professionell gestalten und möchtest danach selbst Texte und Bilder aktualisieren – aber ohne Angst, versehentlich das Design zu zerstören. Mit Content-Only Editing ist das problemlos möglich.

Terms Query Block – Category & Tag Directory

Der neue Terms Query Block ermöglicht es, Category- oder Tag-Übersichten zu erstellen – ähnlich wie der Query Block für Beiträge funktioniert. Das ist perfekt für Blog-Archive oder Portfolio-Übersichten.

Praktisches Beispiel: Erstelle eine Seite "Unsere Leistungen" mit automatisch generierten Kacheln für jede Dienstleistungs-Kategorie – inklusive Anzahl der Beiträge und Link zur Kategorie-Archiv-Seite.

Block Visibility Controls

Blocks können jetzt im Editor versteckt werden, ohne sie zu löschen. Das ist besonders hilfreich für saisonale Inhalte.

Anwendungsfall: Du hast ein Weihnachtsmenü-Banner auf deiner Restaurant-Website. Statt es im Januar zu löschen und im Dezember neu zu erstellen, versteckst du es einfach – und zeigst es nächstes Jahr wieder an. Spart Zeit und bewahrt die Formatierung.

So gehst du jetzt vor

Diese Woche (1-2 Stunden):

  1. Prüfe, ob Query Groups in deiner Search Console verfügbar ist
  2. Falls ja: Analysiere deine Top Query Groups
  3. Identifiziere 2-3 Trending-Up-Themen, die du zeitnah aufgreifen kannst
  4. Notiere 1-2 Trending-Down-Seiten, die aktualisiert werden sollten

Nächste 4 Wochen:

  1. Erstelle Content zu einem aufsteigenden Thema
  2. Aktualisiere eine Seite, die an Traffic verliert
  3. Plane Content Cluster zu deinen Top-Themen
  4. Falls WordPress: Teste Command Palette und Content-Only Mode

Quartalsweise:

  1. Monatliche Query Groups Analyse (30 Minuten)
  2. Content-Refresh der wichtigsten Trending-Down-Seiten
  3. Neue Cluster-Inhalte zu Top-Themen erstellen
  4. Performance tracken: Haben die Maßnahmen geholfen?

DIY oder professionelle Unterstützung?

Die Analyse von Query Groups und die grundlegende Content-Planung kannst du gut selbst machen. Das spart Kosten und du lernst deine Zielgruppe besser kennen.

Professionelle Unterstützung ist sinnvoll bei:

  • Technischer Umsetzung von Content Clusters (interne Verlinkungsstruktur)
  • Umfangreichen Content-Refresh-Projekten
  • Strategischer Content-Planung für größere Kampagnen
  • WordPress-Konfiguration (Content-Only Mode, Custom Blocks)
  • Wenn dir schlicht die Zeit für regelmäßige Analyse fehlt

Typische Kosten:

  • Query Groups Analyse + Content-Strategie: 300-800 Euro
  • Content-Refresh eines Artikels: 150-400 Euro
  • Content Cluster Planung + Umsetzung: 1.500-4.000 Euro
  • WordPress Content-Only Setup: 200-500 Euro

Dein nächster Schritt

Google Query Groups ist ein kostenloses Tool, das dir echte Einblicke in das Suchverhalten deiner potentiellen Kunden gibt. Statt im Nebel zu stochern, siehst du schwarz auf weiß, welche Themen funktionieren und welche Chancen du verpasst.

Brauchst du Unterstützung bei der Analyse oder Umsetzung?

Als lokaler Webentwickler aus der Region Oldenburg biete ich einen kostenlosen Query Groups Analyse-Check an. Gemeinsam schauen wir uns deine Search Console an, identifizieren die wichtigsten Chancen und erstellen einen konkreten Aktionsplan – verständlich und direkt umsetzbar.

Melde dich einfach über startklar-oldenburg.de – lass uns schauen, welche versteckten Content-Chancen in deinen Daten stecken!

Dennis Schwenker-Sanders

Webdesign & Entwicklung für lokale Betriebe

startklar-oldenburg.de

Weiterführende Informationen:

Quellen: Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) "SEO-Tool-Nutzung KMU 2025", Sistrix "Content-Update Impact Study 2024", Technische Universität München "Content Cluster Performance Analysis 2024", Bitkom Umfrage "Google Search Console Nutzung 2025", Hochschule Osnabrück "Website-Performance regionaler Betriebe 2024", Google Search Central Blog 2025, WordPress Core Development Team 2025

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